Die Schkeuditzer Ortsteile

Seit der Kreisreform des Jahres 2000 besteht Schkeuditz neben der Kernstadt aus 13 Ortsteilen. Zunächst kamen zur Kernstadt vier Ortsteile hinzu: Altscherbitz, Papitz und Modelwitz wurden 1929 eingemeindet und Wehlitz kam 1952 nach der Bezirksreform dazu. Nach der Wende vermehrte sich die Stadt noch einmal um acht Ortsteile: 1994 Kursdorf und Glesien, Freiroda, Gerbisdorf, Hayna und Wolteritz im Norden und Kleinliebenau im Süden mit der Kreisreform 1999. Dölzig wehrte sich zunächst gegen diese Eingemeindung vor dem Verwaltungsgericht, weshalb es erst ein Jahr später, 2000, zu Schkeuditz kam.

Im Stadtmuseum war bisher nur die Kernstadt mit ihren älteren Ortsteilen vertreten. Dieser Zustand resultiert hauptsächlich aus dem Umstand, dass die Sammlung des Schkeuditzer Stadtmuseums nur sehr wenige Objekte aus den neueren Ortsteilen beherbergt. Da die bisherige Dauerausstellung die Objekte im Fokus hatte, wurde deshalb auf die Ortsteile verzichtet.

Nun wollten wir diese Situation aber nicht länger hinnehmen und gestalteten einen Raum für die Ortsteile um. Zusammen mit der Firma INSEL & MEILE und deren Gestalterin Frau Waßermann entwickelten wir ein Konzept, um in einem Raum gleichberechtigt alle Ortsteile präsentieren zu können.

Die Grundidee ist eine schematische Karte der gesamten Stadt auf dem Fußboden des Raumes. An der Stelle des jeweiligen Ortsteiles findet sich dann die Präsentation eines Objektes und einer Tafel mit Text und Bild zu diesem Ortsteil. Das betrifft jedoch nur die nach der Wende eingemeindeten Dörfer. Die älteren Ortsteile werden in einem Albums präsentiert, das man sich auf einer Bank in diesem Raum in Ruhe zu Gemüte führen kann.

Das Projekt wurde im Jahr 2024 umgesetzt und mit Mitteln des Kulturraumes Leipziger Raum gefördert.

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